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Sommer-Projekt-Lindenschule Bodnegg

Zirkus-Projekt der Lindenschule in Bodnegg-Baltersberg

Am Freitag, 17.07.2015, 09:30 Uhr war es endlich so weit: Manege frei für die kleinen und großen Artisten der Lindenschule Bodnegg im Zirkuszelt in Bodnegg-Baltersberg. 

Eine Woche lang haben Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 - 8 für ihren großen Auftritt unter der professionellen Anleitung von Andrea Sprenger und ihrem Trainerteam der Zirkusakademie geübt, geübt, geübt: Jonglage, Diabolo, Slack Line, Luftartistik am Trapez, der Fakir in den Glasscherben und die Lichtkünstler waren die wesentlichen Attraktionen. 

Vor einem trotz der großen Hitze begeisterten Publikum – darunter auch Bürgermeister Christof Frick – zeigten die Künstler ihren Zuschauern (Eltern, Verwandte, Freunde, Lehrer) ihr frisch erworbenes Können. Es war erstaunlich zu sehen, welche Fähigkeiten die Schüler in dieser einen Woche entwickelt haben. Voller Stolz präsentierten alle Kinder und Jugendlichen nicht nur ihre neu erlernten Kunststücke, sondern auch ihr gestiegenes Selbstbewußtsein. Ein rundum gelungenes Projekt fand mit der äußerst eindrucksvollen Aufführung seinen gelungenen Abschluss. 

Ein besonderer Dank gilt dem Förderverein der Lindenschule, der dieses Projekt finanziell kräftig unterstützt hat. Ebenso ein ganz herzliches Dankeschön an Frau Doris Heine, die ihr Gelände für dieses Projekt zur Verfügung gestellt hat. Letztlich gilt es, dem Trainerteam der Zirkusakademie unter der Leitung von Andrea Sprenger für die Arbeit mit den Schülern zu danken. Alle Schüler sind jeden Morgen voller Vorfreude zum Üben in´s Zirkuszelt gegangen. Das Ergebnis dieser einwöchigen Trainingsarbeit der Zirkusakademie mit den Schülern der Lindenschule war ganz herausragend.

 

Zirkus-Schul-Projekt 

Eine Kooperation der BodenseeSchule St. Martin mit der ZirkusAkademie

ZIRKUS - viel mehr als ein TRAUM

Mit weißer Schlafmütze und weitem Nachthemd bekleidet tastet sich die junge Artistin mit nackten Zehen über das Hochseil, ein Balanceakt in der erleuchteten Manege - klingt wie ein Traum, ist es aber nicht! Eben diese Seilläuferin, eine Grundschülerin, verrät uns, dass sie gestern auf dem Heimweg zu spät aus dem Schulbus ausgestiegen ist. An ihrer heimatlichen Bushaltestelle hat sie nämlich geträumt - vom Zirkus! Doch dass sie mit einem weißen Nachthemd bekleidet, traumwandlerisch über das Hochseil balanciert, ist viel mehr als ein Traum!

Sechs Vorführungen für über 1000 Zuschauer

Wer diese Woche in der Bodenseeschule im St.Martinsaal im Publikum saß, kann diese Tagträumerin gut verstehen: Zu sehen gab es da SCHÜLERZIRKUS vom Feinsten! Im Manegentheater der Bodenseeschule, bekannt als St.Martinsaal präsentierten 120 Kinder sechs Vorführungen für insgesamt mehr als tausend Zuschauer. Die Artisten, allesamt Dritt-, Viert- und Fünftklässler, haben sich im September für die ZirkusFG entschieden und arbeiteten seit Montag vergangener Woche gezielt an ihren Nummern. In den Zuschauerreihen sitzen staunende Friedrichshafener Kindergartenkinder, stolze Eltern und Großeltern und begeisterte Mitschüler. 

Eine Woche Zirkusprojekt an der Bodenseeschule St. Martin

Der Balanceakt der weißen Schlafmützen auf dem Hochseil ist nur einer der vielen Höhepunkte der diesjährigen Zirkus-Projektwoche der Bodenseeschule. Von zwei Flöten und zwei Geigen werden die Schlafwandler live begleitet: "Der Mond ist aufgegangen". Viel fetziger geht es zu, wenn die Clowns über das Seil balancieren. Ihre Beine werden zu Wackelpudding und ihre Höhenangst ist dem ganzen Körper, aber vor allem dem mimischen Spiel abzulesen. Dabei liegt das Seil doch auf dem Boden... Durch das einstündige Programm führt dieses Jahr ein eleganter Zauberer mit Zylinder und Frack, begleitet von seinem tollpatschigen Assistenten, einem Clown mit Strubbelhaar. Phänomenal, was diese beiden aus der schmalen silbernen Röhre alles hervorzaubern: Es sind all die kommenden Zirkusnummern. Miniatur Materialien geben den Zuschauern eine Ahnung von dem, was sie erwartet.

Ein kleiner Plüsch-Tiger ängstigt den Clown. "Kommen hier auch Tiere?", fragt eins der Kindergartenkinder. Ja sicher! Schon rollen zwei Tigerkinder über Walzen, machen Männchen und am Ende tragen sie sogar ihren indischen Dompteur auf dem Rücken, eine Tigerpyramide! Die Clowns verwandeln die gleichen Walzen zu Trommeln mit unterschiedlichstem Klang. Nicht nur auf diesen Walzen, sondern auch auf immer kleineren Kugeln balancieren die schnellen Füße der Artisten. 

Cool und lässig sind die Jungs mit Flowersticks, Diabolos und Stäben, begleitet von passend cooler Musik. Mit Sitzgelegenheiten, die auch jongliert werden können, präsentiert sich die Hockergruppe, ein absoluter Newcomer in der Jugendszene. Es wird neuerdings "gehockert"! Poetisch geht es bei den Luftartistiknummern zu: Vier Trapeze werden von der Decke gelassen und die Kinder schwingen sich in luftiger Höhe in vielfältigen Variationen. Am Artistik-Ring wird eine zarte Nummer präsentiert. So manch einem im Publikum schleicht da eine Gänsehaut über den Arm. Nun werden vier gelbe Vertikaltücher heruntergelassen bis sie den Manegenboden berühren. Junge Künstler steigen hinein, klettern in die Höhe und lassen in dem dehnbaren Stoff ständig wechselnde Figuren und Formen entstehen. Spätestens jetzt ist das Publikum völlig verzaubert. Verzaubert vom Können der Kinder, von ihrer Konzentration und Präsenz. 

Träume wahr werden lassen

Als der Zauberer seinem assistierenden Clown zuletzt ein kleines Leucht-Dingsbums in die Hand gibt, wissen alle Bodenseeschul-Zirkusfans, dass das traditionelle Finale bevorsteht: Leucht-Devilstick und Leucht-Poi wirbeln durch die Dunkelheit. Nach dem langen und kräftigen Applaus erfahren die Zuschauer von der aussergewöhnlichen Teamarbeit: Nur Dank der ebenso engagierten wie talentierten Jung-Teamer, aus den Klassen 6, 7 und 8 und sogar einigen Fünftklässlern war es überhaupt möglich, dass die 120 Kinder in wenigen Tagen solch schöne und beeindruckende Nummern erarbeiten konnten. Niemals hätten das die erfahrenen Zirkuslehrer und tatkräftigen FSJler alleine geschafft! 

Und genau das ist es, worauf alle mindestens so stolz sind wie auf das sichtbar Geleistete: Wenn Kinder von Kindern lernen, wenn Jugendliche sich eine Woche lang um jüngere Mitschüler kümmern, ihnen beibringen, was die "Alten" gar nicht mehr so grazil und elegant vermögen, wenn fachliche und soziale Kompetenzen der Heranwachsenden so zu Tage treten - dann werden Träume wahr! 


Doris Bosch
Januar 2014

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